Klar, souverän, individuell
Viele Frauen in Führungsrollen – oder auf dem Weg dorthin – stehen früher oder später vor der Frage: Wie soll ich führen? Welcher Führungsstil passt zu mir, meinem Team und meiner Branche? Und welcher passt zu meinem Selbstverständnis als Frau in der Führungsrolle?
Führung ist keine Methode, die man sich überstreift wie einen Anzug. Sie ist Ausdruck deiner Persönlichkeit und deines Mindsets. Deshalb reicht es nicht, theoretische Führungsmodelle auswendig zu lernen. Sie geben Orientierung, ja. Doch um wirksam und authentisch zu führen, brauchst du etwas anderes: deinen eigenen Stil.
Führungsmodelle – nützlich, aber nicht ausreichend
In Führungstrainings begegnen uns Begriffe wie autoritär, demokratisch, situativ, transformational oder laissez-faire. Diese Modelle haben ihre Berechtigung. Doch sie greifen zu kurz, wenn du versuchst, sie 1:1 auf deinen Führungsalltag zu übertragen.
Denn Führung wirkt immer durch dich als Mensch. Deine Haltung, dein Kommunikationsstil, dein Umgang mit Macht und Emotion – all das prägt, wie du wahrgenommen wirst.
Warum Frauen besonders unter Druck stehen
Frauen stehen dabei oft vor einer doppelten Herausforderung: Sie sollen
- durchsetzungsstark, aber bitte nicht bossy sein.
- Klar, aber nicht zu hart.
- Emotional, aber nicht zu sensibel.
Viele passen sich bereits an, bevor sie überhaupt eine Idee davon haben, wie sie wirklich führen wollen.
Das Problem dabei: Wenn du dich zensierst, bevor du einen Stil überhaupt entwickeln kannst, verliert deine Führung an Wirksamkeit und an Authentizität.
Die zentrale Frage lautet daher nicht:
„Welcher Führungsstil ist der richtige?“
Sondern vielmehr:
„Wie sollte (m)ein Führungsstil sein?“
Der eigene Stil entsteht aus deiner Persönlichkeit
Dein Führungsstil zeigt sich nicht erst in großen Reden oder bei Krisensitzungen. Er zeigt sich im Alltag:
- Wie du Entscheidungen triffst.
- Wie du mit Konflikten umgehst.
- Wie du Raum gibst oder klare Ansagen machst.
- Ob du Verantwortung übernimmst oder abgibst.
- Ob du andere mitziehst oder bloß kontrollierst.
Gerade Frauen profitieren davon, wenn sie ihre emotionale und intuitive Seite bewusst in ihre Führung einfließen lassen. Das macht ihren Führungsstil emphatischer und sie entwickeln eine FührungsPERSÖNLICHKEIT.
Führen ist ein Prozess – keine Einmalentscheidung
Deinen Führungsstil zu entwickeln, ist kein Sprint. Es ist eine Reise. Auf der entwickelst du dich immer weiter. Was hilft?
- Reflexion: Was ist dir wichtig in der Zusammenarbeit mit anderen?
- Feedback: Was nehmen andere an dir als Führungskraft wahr?
- Geduld: Führung braucht Entwicklung und manchmal auch Umwege.
- Coaching: Perspektiven von neutralen Profis können Blockaden lösen und Klarheit bringen.
Fazit: Dein Stil ist deine Wirkung.
Wenn du deinen Führungsstil gefunden hast, wirst du ihn daran erkennen, dass du dich nicht mehr verstellen musst. Du wirst klarer, souveräner und gleichzeitig verbindender. Du wirst wirksam, weil du bei dir bist. Und das ist das, was dein Team spürt.
Mehr dazu liest du in meinem Buch „BAMBI BOSS – Female Leadership: transformierend, authentisch, souverän – Was sonst?“
Darin widme ich ein ganzes Kapitel der Frage: Wie findest du deinen individuellen Führungsstil auf Basis deiner Persönlichkeit?










